Dynamische Stromtarife
Franzl kennt die Börsenpreise von morgen und verschiebt Laden und Heizen in die Stunden, in denen die Kilowattstunde am wenigsten kostet.
Was Franzl dabei tut
Bei einem dynamischen Tarif (z. B. aWATTar in Österreich und Deutschland) ändert sich dein Strompreis stündlich mit der Börse: nachts und bei viel Wind oft nur ein Bruchteil des Abendpreises. Franzl holt die Preise für die nächsten 48 Stunden und plant deine flexiblen Verbraucher hinein:
- Das Auto lädt im Nachttal statt zur Abendspitze und ist trotzdem pünktlich voll, weil du sagst, bis wann.
- Warmwasser und Wärmepumpe heizen vor, wenn Strom billig ist, und halten sich zurück, wenn er teuer ist (innerhalb der Komfortgrenzen, die du gesetzt hast).
- Die Hausbatterie kann bei Bedarf sogar Arbitrage fahren: billig laden, teuer entladen, sofern dein Speicher das aktiv unterstützt (welche das sind, steht in der Geräte-Datenbank).
Fixpreis oder Hoch-/Niedertarif (HT/NT) gehen selbstverständlich auch: Dann optimiert Franzl eben gegen deine zwei Preisstufen oder konzentriert sich ganz auf die Sonne.
Deadline statt Zeitschaltuhr
Der Unterschied zu einer Zeitschaltuhr: Du sagst was du brauchst, nicht wann etwas laufen soll. „Auto bis 6:00 auf 80 %“. Franzl sucht sich die günstigsten Stunden dafür selbst, jede Nacht neu, je nach Preislage und Solar-Prognose für morgen. Wird der Vormittag sonnig, wartet er mit dem Rest aufs Dach.
Ehrlich gerechnet
Franzl weist Ersparnisse nur für gemessene Kilowattstunden aus, nicht für geplante. Und er rechnet gegen deinen echten Tarif inklusive Einspeisevergütung, nicht gegen einen Fantasie-Referenzpreis. Ob sich ein Wechsel auf einen dynamischen Tarif für dich lohnt, hängt von deiner Flexibilität ab: Im Wissens-Artikel rechnen wir das nüchtern durch, mit den Fällen, in denen es sich nicht lohnt.
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