PV-Überschussladen

Dein Auto lädt, wenn dein Dach liefert: nicht das Netz. Franzl regelt die Ladeleistung laufend auf den echten Überschuss ein.

Was Franzl dabei tut

Sobald dein Dach mehr liefert, als das Haus gerade braucht, beginnt dein Auto zu laden, mit genau der Leistung, die übrig ist. Wird es mehr, regelt Franzl hoch. Zieht eine Wolke durch, regelt er runter, statt still auf Netzstrom umzusteigen. Und wenn nichts mehr übrig ist, pausiert er, bevor das Auto deine Batterie oder das Netz anzapft.

Das alles passiert automatisch. In der App steht, was gerade los ist: „Ich lade dein Auto mit 12 A Sonnenüberschuss.“

Warum das nicht trivial ist

Netz-Export ist der falsche Messwert. Viele Systeme nehmen „was ins Netz fließt“ als Überschuss. Aber zu dem Zeitpunkt haben sich Hausbatterie und Warmwasser oft schon bedient: Fürs Auto bleibt scheinbar nichts, obwohl das Dach volle Leistung bringt. Franzl berechnet den Überschuss aus Produktion und tatsächlichem Hausverbrauch und verteilt ihn in deiner Reihenfolge: Das Auto kann vor der Hausbatterie drankommen, wenn du das willst. (Die Technik dahinter →)

Unter 6 Ampere kann keine Wallbox. Der Ladestandard erlaubt Wallboxen kein Laden unter 6 A: Bei drei Phasen sind das gut 4 kW Minimum. Kleiner Überschuss wäre damit verloren. Wenn dein Auto selbst strom-steuerbar ist (z. B. Tesla), reicht Franzl das echte Ziel ans Auto durch und lädt auch mit 2–3 kW reinem Sonnenstrom weiter, ohne Netzanteil.

Kurze Wolken sind kein Grund zu schalten. Einbrüche von ein paar Minuten überbrückt Franzl mit Hysterese, statt das Schütz der Wallbox im Minutentakt zu schalten. Erst wenn wirklich kein Teil-Überschuss mehr da ist, wird pausiert, mit Schonfrist und Wiederanlauf-Sperre, die die Hardware schont.

Was du davon hast (ein ehrliches Beispiel)

Angenommen, du fährst 11.000 km im Jahr elektrisch (~1.900 kWh) und die Hälfte davon lädst du künftig aus Überschuss statt aus dem Netz. Jede dieser Kilowattstunden kostet dich dann die entgangene Einspeisevergütung (z. B. 8 ct) statt des Netzpreises (z. B. 30 ct): rund 200 € im Jahr, bei größerem Fahrprofil oder höheren Netzpreisen entsprechend mehr.

Wie viel bei dir drin ist, hängt von Dach, Fahrprofil und Tarif ab. Die Annahmen oben sind bewusst konservativ. Nach den ersten Wochen zeigt dir Franzl die tatsächliche Zahl, gerechnet aus gemessenen Kilowattstunden.

Modi, wenn du es eilig hast

Überschussladen ist der Standard, aber nicht das Gesetz: „Laden“ lädt sofort mit dem Ladestrom, den du am Regler einstellst. „Stop“ stoppt absolut. Ein Tagesziel („bis morgen 6:00 auf 80 %“) kombiniert beides: So viel Sonne wie möglich, so viel Netz wie nötig, in den billigsten Stunden.

Ist deine Wallbox dabei? Der Check weiß es.

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